Was ist ein Tagesgeldkonto?

Was ist ein Tagesgeldkonto eigentlich geneu? Wie funktioiert es? Worrauf muss ich beim Tagesgeldkonto genau achten? Tagesgeldbroker.de versucht für Klarheit bei den Tagesgeldkonten zu sorgen.

Das Produkt „Tagesgeldkonto“ wird immer undurchsichtiger. Waren es noch vor wenigen Jahren Vorreiter wie Comdirect, die zusätzlich zu ihrem Girokonto ein Tagesgeldkonto offerierten, so ist die Anzahl der Tagesgeldkontoanbieter mittlerweile an der Grenze zur Unüberschaubarkeit. Cortal Consors, ING Diba, 1822 direct und viele Tagesgeldkonto Anbieter überschwemmen den Markt für das Produkt Tagesgeldkonto. Nachdem sich die meisten Kunden im Klaren sind wie ein Tagesgeldkonto funktioniert, geht es prinzipiell darum einen Tagesgeldkonto Vergleich anzustreben.

Was ist das Besondere bei einem Tagesgeldkonto?

 

Charakteristisch für ein Tagesgeldkonto ist die tägliche Verfügbarkeit der Einlagen, die allerdings auch mit einer variablen Verzinsung einhergeht. So ist es auf der einen Seite möglich, dass der Anleger ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist seine komplette Einlage oder über Teile seiner Einlage verfügen kann. Auf der anderen Seite besteht für die Bank die Möglichkeit, die Zinsen für das Tagesgeldkonto jederzeit und ebenfalls ohne Einhaltung einer Frist zu ändern!

Das Tagesgeldkonto dient grundsätzlich nur zur Geldanlage und ist nicht für den Zahlungsverkehr zugelassen. Als mögliche Transaktionen kommen lediglich Eingangs- und Ausgangsüberweisungen auf das bzw. vom Tagesgeldkonto in Frage, wobei ausgehende Überweisungen bei den meisten Banken nur auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto, bzw. Verrechnungskonto möglich sind.

Wie sicher ist das auf meinem Tagesgeldkonto angelegte Geld?

 

Eine besondere Bedeutung kommt bei der Geldanlage nicht der Rendite zu, sondern auch der Sicherheit. Hierbei kommt die sogenannte Einlagensicherung ins Spiel! Was bedeutet das?
Ein Tagesgeldkonto ist ein ganz normales Einlagenprodukt und unterscheidet sich in dieser Hinsicht nicht von Sparbüchern oder Festgeldprodukten. Für alle Einlagenprodukte gelten grundsätzlich die gleichen Regelungen, so dass Tagesgeldkonten vom Aspekt der Einlagensicherheit ausgehend mit allen anderen Spareinlagen verglichen werden können.

EU weit gelten übrigens einheitliche Vorschriften zur Einlagensicherung. In jedem EU Land muss die staatliche Einlagensicherung für einen Betrag von bis zu 50.000 Euro zu 100 Prozent pro Kunde einstehen, wenn die kontoführende Bank zahlungsunfähig wird. Dies sind Mindestanforderungen, die von jedem Mitgliedsland erfüllt werden müssen. Insofern ist die Anlage von Beträgen bis zu 50.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto auch bei Banken die ihren Sitz in anderen EU Ländern haben, bedenkenlos möglich.

Dennoch empfiehlt es sich aus Gründen der Einlagensicherheit auf deutsche Banken zu vertrauen. Denn in Deutschland gelten noch strengere Vorschriften. Der staatliche Einlagensicherungsfonds in Deutschland haftet nämlich ab dem Jahr 2010 sogar bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Außerdem bieten die meisten Banken – zusätzlich zur staatlichen Einlagensicherung – Sicherheit durch eine Mitgliedschaft in einer oder mehreren privaten Einlagensicherung/en. Durch private Einlagensicherungen sind oft mehrere Millionen Euro pro Privatkunde versichert.

Muss ich mich mit Finanzprodukten auskennen, bevor ich mir ein Tagesgeldkonto zulege?

 

Anders als bei Festgeldkonten oder vielen anderen Einlagenprodukten, muss man als Tagesgeldanleger keinen bestimmten Anlagehorizont und damit kein spezielles Vorwissen hinsichtlich jeglicher Finanzprodukte mitbringen. Weil Tagesgeldkonten über keine feste Laufzeit verfügen und Anlagebeträge nicht gekündigt werden müssen, wenn man über diese verfügen will, bieten sich Tagesgeldkonten vor allem für Anleger an, die eine attraktive Möglichkeit suchen, Geld sehr kurzfristig anzulegen.

Allerdings kann das Tagesgeldkonto auch für längerfristig orientierte Anleger interessant sein, wenn sich die allgemeinen Marktzinsen auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegen. Denn in diesem Fall besteht für den Anleger die Möglichkeit, von steigenden Zinsen zu profitieren. Die kontoführenden Banken sind bei Tagesgeldkonten nämlich jederzeit dazu berechtigt, die Zinsen jederzeit zu ändern. Steigen die Leitzinsen, werden in der Regel auch die Zinsen für Tagesgeldeinlagen erhöht.

Wie finde ich den richtigen Tagesgeldkonto Anbieter?

 

Wer sich entschieden hat, Geld auf einem Tagesgeldkonto anzulegen, der hat die Qual der Wahl. Unzählige Banken aus Deutschland und dem europäischen Ausland bieten die unterschiedlichsten Tagesgeldkonten an. Bei der Wahl ist einiges zu beachten. Denn nicht nur die Rendite ist entscheidend dafür, ob ein Tagesgeld nun gut oder schlecht ist. Stattdessen sollten unbedingt auch Entscheidungskriterien wie die Einlagensicherung berücksichtigt werden. Hier ist die Frage nach dem Umfang der staatlichen Einlagensicherung besonders wichtig.

Ein weiterer Gesichtspunkt, der in die Entscheidung für einen Tagesgeldkonto Anbieter einbezogen werden sollte, sind die Kosten. Zwar sind Kontoführungsgebühren bei Tagesgeldanlagen eher unüblich, dennoch berechnen einige Banken solche Gebühren, wenn zum Beispiel ein Mindestguthaben unterschritten wird. Auch eventuell anfallende Portokosten können bei der Entscheidung von Bedeutung sein. Ein Kriterium, das sich ebenfalls unmittelbar auf die Rendite auswirkt ist die Abrechnungspraxis der Bank. Eine monatliche Zinsgutschrift ist ideal. Die meisten Banken schreiben die Zinsen aber nur einmal pro Quartal, also alle 3 Monate oder sogar nur einmal jährlich gut. Dabei gilt: Je öfter die Zinsen gutgeschrieben werden, desto höher ist der Zinseszinseffekt und damit die gesamte Rendite der Anlage.

Im Zweifel lohnt es sich, einen Tagesgeld Vergleich durchzuführen. Das hat den Vorteil, dass die hohe Anzahl an verfügbaren Tagesgeldkonten schnell und unkompliziert miteinander verglichen werden kann und das beste Produkt sofort ermittelt wird.

Welche steuerlichen Aspekte gilt es bei einem Tagesgeldkonto zu beachten?

 

Die Erträge, die Anleger durch die Anlage auf dem Tagesgeld erzielen sind Zinsen. Zinsen werden, sofern sie den Sparerpauschbetrag überschreiten, mit der Abgeltungssteuer belastet. Diese beträgt zurzeit 25 Prozent plus 5,50 Prozent Solidaritätszuschlag + eventuell Kirchensteuer. Deutschland ist im europäischen Vergleich eines der Länder mit der höchsten Besteuerung von Zinsen und Dividenden. :-)

Vor allem Anleger mit einem hohen persönlichen Steuertarif profitieren von der Abgeltungssteuer, wenn hohe Zinseinnahmen eingenommen werden. Denn diese können unabhängig von der Höhe mit der Abgeltungssteuer versteuert werden, so dass die Steuerbelastung hier sinkt. Auf der anderen Seite besteht für Personen mit niedrigem Einkommenssteuersatz die Möglichkeit, die Zinseinkünfte mit dem persönlichen Einkommenssteuersatz zu versteuern, der jeweils deutlich unterhalb des Abgeltungssteuersatzes liegen kann.

Wir hoffen, Ihnen hiermit einen ersten Einblick die Welt der Tagesgeldkonten gegeben zu haben.

Tagesgeldbroker.de möchte Ihnen die Möglichkeit bieten, sich zum einen umfassend über die Anlageform „Tagesgeldkonto“ zu informieren, sowie zum anderen niemals ein Top-Angebot hinsichtlich Verzinsung zu verpassen. Denn eine attraktive Verzinsung auf dem Tagesgeldkonto ist doch noch immer eines der Hauptmerkmale bei einem Tagesgeldkonto!

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